Aktuelles
Einfach ist nicht immer einfach – die Buslinie 692 ist ein Beweis dafür
Eigentlich hatten sich die Beteiligten die Überführung der Buslinie 692 aus dem Probebetrieb in den regulären Betrieb zum Fahrplanwechsel 2021 deutlich einfacher vorgestellt. Schließlich klang alles auch recht schlüssig. Die Optimierungsvorschläge der Gemeinde Neufahrn, also die Abkopplung der Südschleife aus der Linienführung und die somit mögliche Erhöhung der Taktung und das auch noch, ohne große finanzielle Sprünge machen zu müssen, waren alle im ersten Entwurf berücksichtigt worden. In der Sitzung vom 05.10.2020 hatte man deshalb auch vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates aus Hallbergmoos einer Weiterführung der MVV-Regionalbuslinie 692 zugestimmt. Leider blieb diese Zustimmung jedoch aus, sodass alle Beteiligten sich wieder an einen Tisch setzen mussten, um notwendige Anpassungsmaßnahmen auszuarbeiten. Der Gemeinderat aus Hallbergmoos hatte jüngst die Zustimmung verweigert, weil aus deren Sicht die finanzielle Beteiligung der Hallbergmooser Gemeinde viel zu hoch angesetzt war. Es erschloss sich auch nicht der Grund einer Anbindung des Flughafens, weil sowohl Neufahrn als auch Hallbergmoos über eine gute S-Bahnanbindung zum „Franz-Josef-Strauß“ besitzen. Nach intensiven Gesprächen konnten folgende Änderungen herausgearbeitet werden. Die Anbindung des Flughafens wurde gekappt, die Taktung am Wochenende und feiertags wurde so ausgedünnt, dass lauftechnisch nur noch ein Fahrzeug benötigt wird. Aus dem vorherigen 40-Minutentakt soll nun ein stündlicher Takt werden. Aber durch eine Verlängerung der Betriebszeiten wird die Anzahl der Fahrten von 14 Fahrten/Tag auf 16 Fahrten/Tag angehoben. Genauso lässt sich durch die modifizierte Streckenführung die werktags benötigte Fahrzeuganzahl von 5 auf 3 Busse reduzieren ohne dass es wesentliche Änderungen in der Taktung bedarf. Die in der Beschlussvorlage aufgeführte Änderung der Linienführung in Neufahrn ließ sich auf Anhieb nicht nachvollziehen, sodass es hierzu auch entsprechende Nachfragen gab. Diese nun wieder angedachte Streckenführung direkt aus der Bahnhofstraße heraus auf die Grünecker Straße Richtung Mintraching, also ohne die kleine Schleife über „Alte Kirche“ und „Friedhof“ war schon Anfang Oktober ausführlich diskutiert und entsprechend abgelehnt worden. Wenn man sich aus den alten Unterlagen den Zeitbedarf dieser kleinen Schleife herauszieht ist zu sehen, dass hierfür nur 2 Minuten eingeplant werden müssen. Verfolgt man nun den Zeitplan der neuen Streckenführung, so kommt unweigerlich die Frage auf warum gerade bei dieser Streckenführung über Bahnhofstraße > Grünecker Straße > Mintraching der Bus an der Haltestelle Hallbergmoos (S-Bahn) für 2 Minuten hält und wartet. Bei der wechselnden Wegführung über Bahnhofstraße > Hallenbad > Mintraching ist dieses nämlich nicht der Fall. Somit kam natürlich berechtigter Weise die Frage auf, warum die Schleife „Alte Kirche > Friedhof“ als Zeitersparnis entfallen sollte – dieses aber rein „unbedarft“ betrachtet gar nicht notwendig wäre. Angeblich, so die MVV, benötige man den Zeitpuffer, weil es auf der Grünecker Straße auch mal zu Stau-Situationen kommen könnte und man somit einen gewissen Puffer hätte. Aus dem Rathaus kam sogar noch der Hinweis, dass man diese Streckenführung auch später noch regulieren könnte, falls man den Puffer nicht benötigt. Aus Sicht der FREIEN WÄHLER Fraktion wird aber genau andersrum ein Schuh draus. Warum also nicht erstmal die Schleife nehmen und wenn es nicht ausgeht, dann könnte man die Abkürzung direkt auf die Grünecker Straße einbauen. Auf Antrag der FREIEN WÄHLER wurde somit erstmal über die kleine Schleife Richtung „Alte Kirche“ und „Friedhof“ abgestimmt, was mit 14:13 Stimmen nun auch so umgesetzt wird. Sollte es jedoch zu den vorhergesagten Verzögerungen kommen, dann wird diese Schleifen-Lösung bestimmt nochmal überdacht und angepasst. Aber jetzt ist sie erstmal Teil der Streckenführung in Neufahrn und bietet die notwendige Bürgernähe. Die Umsetzung der Gesamtmaßnahme wurde mit 4 Gegenstimmen, was schon erschreckend ist, beschlossen.
Mit mehr Hintergrund wieder auf der Tagesordnung – die VHS Neufahrn
In der letzten Gemeinderatssitzung war der geplante Zusammenschluss der VHS Neufahrn mit der VHS Hallbergmoos schon einmal auf der Tagesordnung gewesen. Damals wurde dieser TOP auf Antrag von Frau Beate Frommhold-Buhl von der Tagesordnung genommen, weil zu wenig Hintergrundwissen der Beschlussvorlage zu entnehmen war. Einen Monat später lag nun eine ausführlichere Beschlussvorlage vor. Dieser war nun auch zu entnehmen, dass es ursprünglich ein sogenanntes „4-Gespann“ an Volkshochschulen gab, die versuchten eine Kooperation zu starten. Es handelte sich hierbei um Eching, Allershausen, Hallbergmoos und Neufahrn. Innerhalb dieses Zusammenschlusses war es geplant, eine zentrale Hauptgeschäftsstelle in Eching einzurichten. Die technische, räumliche und personelle Organisation und Durchführung des Programmes wäre in den einzelnen Zweigstellen geblieben. Aber pädagogische, finanzielle, strategische und personelle Leitung wäre im Gesamtpaket an den Hauptsitz nach Eching abgewandert. Hierbei hätte Neufahrn als die größte VHS des Verbundes gravierende Verluste hinsichtlich der Einflussnahme auf Programm, Dozenten und damit auch Einnahmen gehabt. Aus diesem Grund wurde seitens der VHS Neufahrn die Hintergründe des Konzeptes hinterfragt. Eine Änderung der Kompetenzen wurde durch die VHS Eching nicht akzeptiert und so kam es laut Beschlussvorlage zu einer Kündigung der Zusammenarbeit durch die VHS Eching. Aus diesem Grund fand nun eine sehr konspirative, auf gegenseitigem Respekt der Leistungen aufbauende Zusammenarbeit zwischen Neufahrn und Hallbergmoos statt. Die daraus resultierende Zweckvereinbarung wurde am 10.11.2020 durch den Gemeinderat Hallbergmoos genehmigt und lag somit nun dem Neufahrner Gemeinderat zur Abstimmung vor. Die Abstimmung erfolgte deutlich gegen 4 Gegenstimmen.
Pausenhofgestaltung an der Mittelschule
Modernisierung des Rathauses
Mesnerhaus-Sanierung & derzeitige Haushaltslage – irgendwas passt da nicht?
Auf Antrag der GRÜNEN wurden die TOPs „Pausenhofgestaltung“, „Modernisierung des Rathauses“ und „Mesnerhaus-Sanierung“ vertagt.
Eine absolut logische Schlussfolgerung aus der jetzigen Haushaltslage. Im 1. Quartal 2021 kann der Gemeinderat viel sicherer über diese absolut notwendigen Maßnahmen ruhigen Gewissens abstimmen. Die TOPs wurden mit 15:12 Stimmen vertagt.
Kindertagesstätten- und Grundschulbedarfsplanung – ein Muss – aber wie und wann?
Das sich hinsichtlich der Anzahl an Kindertagesstätten und Grundschulen in der Gemeinde Neufahrn etwas tun muss, das hat die kürzlich in Auftrag gegebenen Kindertagesstätten- und Grundschulbedarfsplanung ergeben. Den Gemeinderäten und der Verwaltung wurde damals ganz klar und deutlich vor Augen geführt, dass das derzeitige Wachstum der Gemeinde sehr rasant von statten geht. Nun ging es in der Sitzung darum, gerade im Hinblick auf die Vorlaufzeiten für Standortsuche, Schaffung planerischer Voraussetzungen und dann konkreter Umsetzung einige Grundsatzentscheidungen zu treffen. Diese sollten mitunter auch in der Priorisierung der einzelnen Vorhaben stattfinden. Aus Sicht der Fraktion der FREIEN WÄHLER darf beim Grundschulzentrum nicht mehr allzu lang gewartet werden. Um den notwendigen Zeitplan einhalten zu können, muss noch dieses Jahr eine Entscheidung gefällt werden, und zwar die Standortfrage hinsichtlich Grundschule-Erweiterung oder neuer Standort. Hier gibt es bei keinem der Gemeinderäte einen Hauch von Zweifel.
Bekanntgaben vom Bürgermeister:
Pressemitteilung als Reaktion auf die 2-seitige Anzeige der November-Ausgabe des Monats
Der Bürgermeister nahm in der Mitteilung deutlich Stellung und distanzierte sich von dieser Art der Anzeige und verurteilte den Abdruck dieser über ganz Deutschland gestarteten Kampagne.
Sachstand CO2 Ampeln
Die CO2 Ampeln sind – Stand heute – im Zulauf und werden schnellstmöglichst verteilt.
Fragen aus dem Gremium:
Auinger, Manuela (SPD):
Der Lockdown wird vielleicht verlängert, ein Adventsstandl wird es dieses Jahr nicht geben – was ist mit der Eisbahn?
Aus Sicht von Manuela Auinger ist es nicht tragbar, dass es dann eine Eisbahn gibt. Es wäre auch ein deutliches Zeichen gegen die ansässige Gastro, wenn an der Eisbahn auch noch Speisen und Getränke verkauft würden.
1.BGM: Wenn Mittwoch (25.11.2020) beim Bund-Ländergespräch sich eine Verschärfung der Maßnahmen oder eine Verlängerung der Lockdown-Phase abzeichnet, dann werden damit solchen Vorhaben auch die Basis entzogen und müssen grundlegend überdacht werden.
COVID - Boardinghouse?
Wie sieht es da derzeit aus? Wird dort seitens der Verwaltung oder des Landratsamtes derzeit etwas unternommen?
1.BGM: Nach aktuellem Stand ist eine Überbelegung des Boardinghouses derzeit absolut kein Thema. Es gibt keine Hinweise auf örtliche Hotspots und ohne Verdachtsmomente ist hier gar nichts möglich und diese gibt es zur Zeit überhaupt nicht.